Freuen sich schon auf viele Besucher im Asamtheater: Richard Brückl, Franz Kaindl, Edith Filipp, Wolfgang Schnetz, Katharina Maier, Margot Riegler, Barbara Ziegltrum und Stephan Leitmeier (alle v. l.) proben fleißig. Foto: Gleixner

Willkommen beim „Alten Feinschmecker“

Freising - Diesmal hält er- anders als 2013 auf der Bühne - keine Predigt als Pfarrer von der Bühne herunter. Heuer hält er höchstens eine Strafpredigt, wenn die Schauspieler ihren Text nicht können. Wolfgang Schnetz führt bei der Laienbühne Freising zum ersten Mal Regie. Zur Aufführung kommt „Der alte Feinschmecker“ von Ludwig Thoma; nach den Volksfest- also ein Theaterschmankerl.

Für die Inszenierung von Thomas Stück ist das Mitglied der Laienbühne tief in die Welt des Autors eingetaucht. Mit einem fertigen Konzept wollte er am ersten Probentag aber trotzdem nicht im Asamtheater erscheinen. „Die Einfälle kommen von selbst“, sagt er. Und sie kommen mit den Schauspielern. „Für Ludwig Thoma braucht man Typen auf der Bühne, Schauspieler, die sie verkörpern können.“ Die hat Wolfgang Schnetz auch gefunden. Um nur einige zu nennen: Richard Brückl trägt die Titelrolle. Er ist der Münchner Privatier Blasius Kiermaier, Margot Riegler seine Schwester Fanny. Franz Kaindl wird Kiermaiers Freund Xaver Festl auf die Bühne stellen, in den Hauslehrer Hingerl verwandelt sich Stephan Leitmeier. Andreas Schwarz gibt den Bankdirektor Fritz Poppendieck aus Berlin, seine Tochter Julchen verkörpert Katharina Mayer. „Ich möchte ein Thoma-Universum auflegen“, verrät der Regisseur über die Figurenzeichnung.

Thoma ist der Lieblingsautor des Freisingers, deswegen gibt er viel Herzblut. „Ich habe so ziemlich alles von ihm gelesen.“ Die Laienbühne hat bereits Stücke des Schriftstellers aufgeführt, 1989 zwei Einakter („Die Dachserin“, „Die Medaille“) und 2005 beziehungsweise 2011 „Magdalena“. Eine abendfüllende Thoma-Komödie stand aber noch nie auf dem Spielplan.

Beim Bühnenbild wird Wolfgang Schnetz heuer den Besuchern ein neues Seherlebnis bieten, eines, das sie von der Laienbühne bisher nicht kennen. Die Szenerie soll einen Blick in eine vergangene Zeit öffnen, in eine Art Skizzenbuch von 1910. Er möchte Kammerspiel-Atmosphäre erzeugen. „Trotz allem wird man den Schauplatz erkennen“, sagt Schnetz: „Thoma soll schließlich Thoma bleiben.“

„Der alte Feinschmecker“ ist eine Komödie in vier Aufzügen von Ludwig Thoma

Hauptfigur ist der Privatier Blasius Kiermaier. Er ist zwar nicht mehr der Jüngste, aber noch rüstig. Als ihm Bankdirektor Poppendieck seine Tochter Julchen nach München schickt, kommt Abwechslung ins Leben des Privatiers. Er verliebt sich in das junge Mädchen, denkt sogar ans Heiraten. Aber da ist ein junger Mann, der ihm die Hochzeitssuppe versalzt.

Aufführungen sind vom 10. Oktober bis 13. Dezember im Asamtheater.

O Der Kartenvorverkauf startet ab Samstag, 5. September, in der Touristinfo am Marienplatz: Tel. (0 81 61) 54 44-3 33, E-Mail Vorverkauf: tickets@freising.de.

Einen Werbetrailer vorab gibt’s auf Youtube und den Link dazu auf

www.laienbuehne-freising.de

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