„Ich hoffe, wir haben mit Qualität und Service überzeugt.“ Festwirt Ludwig Tauscher

Das Volksfest der Superlative

Freising - „Eine starke Geschichte“ war das 83. Freisinger Volksfest. Sagt OB Tobias Eschenbacher. Und alle Zahlen geben ihm Recht: Rekorde beim Bierumsatz, mehr Besucher und weniger Polizeieinsätze.

Die wichtigste Zahl hatte Festreferent Erich Irlstorfer mit zum Abschlussgespräch gestern gebracht: 949,89 Hektoliter Bier wurden in den zehn Tagen ausgeschenkt. Im Vorjahr waren es 855,59 Hektoliter. 2012 brachte damit „einen Zehn-Jahres-Rekord“, so Irlstorfer. Nur im Jahr 2002 war mehr von dem Gerstensaft ausgeschenkt worden (1006 Hektoliter). Damals allerdings wurde eine politische Großveranstaltung mit Bundeskanzler Helmut Kohl am Montag nach dem Volksfest noch mitgerechnet.

Egal, so Irlstorfer, denn das Freisinger Volksfest sei mehr als eine Jagd nach Rekorden. Die durchweg positive Einschätzung von OB Eschenbacher, der die tolle Stimmung, die großen Attraktionen auf dem Festplatz und das neue Festzelt von Ludwig Tauscher lobte, teilte auch Irlstorfer. Er sprach von einem „Fest der gelungenen Kleinigkeiten“, die das ganze Große ausgemacht hätten. Diesen Weg gehobener Qualität zu familienfreundlichen Preisen werde man fortsetzen und versuchen, in Teilbereichen noch besser zu werden. „Wir haben noch einige Dinge vor.“

Wir - das sind Irlstorfer und Volksfestmanager Erich Bröckl. Der warnte freilich vor allzu großer Euphorie: Wenn im kommenden Jahr zwischen dem 6. und 15. September das 84. Volksfest über die Bühne gehe, sei es schon fraglich, ob man beispielsweise noch einmal zwei so große Fahrgeschäfte für den Festplatz gewinnen könne.

Positiv fiel auch die Bilanz der Polizei aus: Trotz mehr Besucher als in den vergangenen Jahren sei die Zahl der Delikte zurückgegangen, berichtete der stellvertretende Inspektionsleiter Michael Ertl. Zehn Körperverletzungen musste man registrieren (2011 waren es 15) und nur vier Diebstähle wurden gemeldet (im Vorjahr 13).

Nach nur vier Stunden Schlaf müde, aber gut gelaunt war auch Festwirt Tauscher: Mit den Umsätzen sei er „sehr zufrieden“. Er hoffe - von kleineren Pannen abgesehen - mit Qualität und Service überzeugt zu haben. „Ich glaube, wir haben gute Arbeit geleistet“ - vor allem auch am letzten Volksfesttag, als man es mit Nachbestellungen schaffte, dass die Hendl nicht ausgingen. Und 870 Portionen Ochs am Spieß am ersten und 1250 Portionen am zweiten Sonntag könnten sich wahrlich sehen lassen.

In die Lobeshymnen stimmte auch Weinhallen-Gastronom Max Riemensperger mit ein: In der Weinhalle habe es keine Vorfälle gegeben. Der Gefahr von Schnittverletzungen (im Vorjahr 38) habe man durch die Umstellung auf Mehrwegbecher vorgebeugt. Heuer hatte niemand blutende Füße oder Hände. Riemenspergers Fazit: Seit drei Jahren seien die Besucher friedlicher. „Andere Leut“ als früher.

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