Hier werden Erinnerungen wach: Platzmeister Thomas Klinger (48) ist schon als Kind gerne Autoscooter gefahren. foto: gleixner

Schneller als im Porsche

Freising - Bevor am Freitag das Volksfest in der Luitpoldanlage beginnt, arbeiten die Schausteller und Verantwortlichen auf Hochtouren. An die Geschwindigkeit des „Booster Maxx“ kommen sie jedoch nicht heran.

„Beschleunigung von 4G - das ist schneller als in einem Porsche“, schwärmt Franz Maier von den Stadtwerken Freising mit leuchtenden Augen. Er spricht über die neue Attraktion am Freisinger Volksfest: Das 55 Meter hohe Fahrgeschäft „Booster Maxx“ schluckt Strom über 400 Ampere. Zum Vergleich: Das gesamte Bierzelt bezieht lediglich 300 Ampere. Maier ist beim Aufbau des Volksfestes für die Stromversorgung der Fahrgeschäfte und den verschiedenen Ständen verantwortlich. Seinen Job macht er mit Herzblut, denn auch privat kann es ihm gar nicht rasant genug gehen: „Je schneller, desto besser“, lautet sein Motto. Wenn das Volksfest losgehe, müsse er auf jeden Fall „alles einmal fahren“.

Das FT-Team trifft im Rahmen des Sommerspaziergangs auch Platzmeister Thomas Klinger: „Bisher läuft alles nach Plan“, freut sich der 48-Jährige. Bereits zum zweiten Mal überwacht er die Aufbauarbeiten in der Luitpoldanlage. „Man muss die Arbeit mögen. Unregelmäßige Arbeitszeiten gehören zum Alltag“, verrät Klinger. Wie alle anderen Beteiligten fiebert er bereits auf den Volksfest-Startschuss am Freitag hin.

„Wenn es dann endlich losgeht, fällt bei jedem eine große Last ab“, berichtet der Platzmeister. Privat steigt er zwar schon in das eine oder andere Fahrgeschäft, „der gemütliche Teil vom Volksfest gehört jedoch auch dazu“, schmunzelt Klinger. An seinen ersten Besuch als Bub kann er sich noch gut erinnern. „Damals war alles noch ein bisschen kleiner. Der Autoscooter war früher eines der größten Fahrgeschäfte“, erinnert sich der Platzmeister. Das Freisinger Volksfest zeichne sich seiner Meinung nach durch die besondere Atmosphäre aus.

Dem pflichtet auch Schausteller Jan van der Beek bei. Der Betreiber des Fahrgeschäfts „Around the World“ ist zum Zweiten Mal als Schausteller in Freising. „Hier ist neun Tage lang voller Betrieb. Die Leute sind alle total gut drauf“, schwärmt der Holländer aus Zaandam bei Amsterdam. Mit seiner Frau ist er das ganze Jahr über auf Europas Volksfesten unterwegs. Mit Heimweh hat der 62-Jährige nicht zu kämpfen - im Gegenteil: Etwas anderes als das Schaustellerleben könne er sich nicht vorstellen. „Jede Woche neue Nachbarn - schöner kann man es doch nicht haben“, erklärt van der Beek lachend.

Nun gilt es für die Betreiber der 15 Fahrgeschäfte, alles für den Mittwoch Morgen vorzubereiten. Dann kommen nämlich die Sachverständigen vom TÜV zur Abnahme auf den Festplatz. Danach steht der Volksfest-Gaudi 2012 nichts mehr im Weg. (mc)

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