Volkfsfeststart bei Kaiserwetter

Ozapft is in Freising

Freising - Ein fester Schlag, ein leichter Schlag, dann ein kurzes Zögern und der selbstbewusste Verzicht auf Schlag Nummer drei: So hat Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher gestern das 84. Freisinger Volksfest eröffnet.

Ein Bieranstich bei einem Volksfest gut eine beziehungsweise zwei Wochen vor wichtigen Wahlen und einem Bürgerentscheid unterliegt besonderen Regeln: Da ist zum einen die Tatsache, dass die Begrüßung durch das Stadtoberhaupt - in diesem Fall OB Tobias Eschenbacher - zehn Minuten dauert. Da ist zum anderen die Tatsache, dass sich Amtsinhaber, Kandidaten, Mandatsträger und alle, die sonst noch wichtig sind (zum Beispiel Bundesjustizministerin Sabine Leuheusser-Schnarrenberger und ihre zwei Leibwächter), mehr als sonst eh schon darum drängeln, beim Anzapfen aufs Foto zu kommen. Und da ist zum dritten die Tatsache, dass in Freising der Volksfestzug von der Innenstadt zur Luitpoldanlage von rund 30 Startbahngegnern für eine Demo genutzt wird. Auf der Hochtrasse standen die Frauen und Männer von Plane Stupid mit ihren Plakaten, Bannern und Transparenten und gaben sich ironisch: Als die Ehrenkutsche mit OB, Landrat und FDP-Ministerin an den Demonstranten vorbeikam, rief man Leutheusser-Schnarrenberger zu: „FDP - auf Wiedersehen!“ Und dazu winkte man freundlich. Genau ein einziger „Buh!“-Ruf war zu hören.

O'zapft is! Bilder vom Volksfeststart

Im Festzelt der Wirtsfamilie Tauscher eingetroffen, war die Ungeduld groß: Eschenbacher griff bereits um 16.45 Uhr zum Mikro. Denn, so Eschenbacher, brauche er wohl eine ganze Weile, bis er alle Gäste begrüßt habe. Und das Anzapfen solle schließlich doch um 17 Uhr pünktlich stattfinden. Das Stadtoberhaupt, das auch alle Westtangentenbefürworter und -gegner begrüßte, war sich sicher: Dieses Volksfest werde viel Diskussionsstoff bieten. Trotzdem werde es ein gselliges und harmonisches Fest werden, prophezeite Eschenbacher - mit „teils heftigen Fahrgeschäften“ und einem motivierten, engagierten Wirt. Dass er der FDP-Ministerin nochmals - wie schon beim Empfang am Nachmittag (Seite 3) - die Ängste der Freisinger wegen der drohenden dritten Startbahn ans Herz legte, fand viel Applaus bei den dürstenden Gästen.

Danach dankte Volksfestreferent Erich Irlstorfer der Festwirtsfamilie Tauscher aus Deggendorf: Fast alles, was im Festzelt zu sehen sei, sei nämlich neu, da die Flut im Sommer sehr vieles „mitgenommen“ habe.

Dann schwang der Oberbürgermeister den Schlegel - erfolgreich und ohne, dass ein Tropfen des kostbaren Festbieres verloren ging. Ein erstes „O’zapft is!“, dann noch ein zweites „O’zapft is!“ - dieses Mal ins Mikrofon - und schon war das Freisinger Volksfest in vollem Gange. (zz)

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