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Wie immer volles Haus gab’s am Dienstagabend beim Konzert von „Dolce Vita“ im Ochsenwirt-Festzelt.

Organisatoren derzeit zufrieden

Freisinger Volksfest: Besucher bisher weniger durstig als 2016

Freising - „Nüchterner“ als 2016 fällt die Halbzeitbilanz des Volksfestes heuer aus, sagte der OB. Dass der Bierumsatz leicht zurückging, ist für die Brauereien und den Festwirt keine Katastrophe. Für die Polizei ist es sogar eine gute Nachricht.

„Wir sind froh, dass wir es haben. Und es passt.“ So kommentierte der Freisinger Polizei-Vize Michael Ertl am Mittwoch bei der Volksfest-Halbzeitbilanz das neue Sicherheitskonzept für die Luitpoldanlage. Vier Zahlen, die Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher anführte, sprechen da eine deutliche Sprache: 67 Pfeffersprays, 45 Hirschfänger und sieben Messer seien bei den Eingangskontrollen zum Gelände konfisziert worden, 35 Personen habe man weggeschickt, weil sie sich nicht kontrollieren lassen wollten.

Andere wichtige Zahlen für ein Volksfest hatte der OB selbstverständlich auch mit ins Festzelt gebracht, wo man sich nach dem traditionellen Schaustellergottesdienst bei Weißwürsten und Brezn traf: Gegenüber 2016 sei der Bierumsatz um 7,2 Prozent gesunken. In absoluten Zahlen: 476,42 Hektoliter Bier wurden bisher ausgeschenkt – 34,2 Hektoliter weniger als im vergangenen Jahr.

Einen Porzellan-Clown überreichte Schaustellersprecher Christian Buchner (r.) an Erich Bröckl.

Wenn der Bierausschank zurückgeht, dann ist das für die Sicherheitskräfte und die Polizei eine frohe Botschaft, sagte Michael Ertl. Und tatsächlich: An Delikten gebe es bisher „relativ wenig“ zu vermelden. Lediglich am Eröffnungstag, dem Freitag, und dem Dolce-Vita-Tag vorgestern hätten die Beamten etwas mehr zu tun gehabt. In Zahlen: Zwei Körperverletzungen habe man bisher zu verzeichnen gehabt (zur Halbzeit 2016 waren es fünf), keine gefährliche Körperverletzung habe es gegeben (2016: eine), zwei Fahrraddiebstähle (2016: sechs) und eine Sachbeschädigung (2016: null). Sechs Verstoße gegen das Betäubungsmittelgesetz (2016 waren es bis zur Halbzeit auch sechs), dazu 19 Verluste (2016: sieben) habe man zudem registriert. Hinzukommen ein Sexualdelikt und ein Widerstand, zudem sei ein Betretungsverbot ausgesprochen worden.

Eine andere Zahl: Fünf hilflose Personen habe man versorgen müssen. Und eine gute Nachricht: Bei einer Jugendschutzkontrolle am Dienstag habe man keine Verstöße festgestellt. Ertl lobte die gute Zusammenarbeit mit den Sicherheitskräften, mit dem Bayerischen Roten Kreuz, mit den anderen Hilfs- und Rettungskräften sowie mit dem Ordnungsamt der Stadt.

Volksfestreferent Hubert Hierl tat sich angesichts all dieser Zahlen leicht: Die ersten vier Tage seien „insgesamt friedlich“ verlaufen, man könne auf „schöne vier Tage“ zurückblicken. Vor allem: Bisher habe ihn niemand darauf angesprochen, dass man etwas verbessern sollte – was selbstverständlich nicht heiße, dass es nichts zu verbessern gebe, so Hierl.

Neben Zahlen stand auch ein Mann im Mittelpunkt des Interesses, der seit 28 Jahren das Freisinger Volksfest managt: Erich Bröckl. „Als ich zwölf war, hast du angefangen“, sagte Eschenbacher und betonte, Bröckl werde nach seinem letzten Volksfest heuer „eine große Lücke“ hinterlassen. Als Dank für 28 Jahre Einsatz für das Volksfest überreichte er Bröckl einen DB-Reisegutschein – „damit du auch weiterhin sicher zu den Volksfesten kommst“.

Denn 104 Volksfeste hat Bröckl während seiner „Karriere“ besucht, hat auch tatsächlich alle Fahrgeschäfte, die in der Luitpoldanlage waren, vorher selbst getestet, wie Schausteller-Sprecher Christian Buchner wusste. Mit Bröckl gehe „ein Freund“, so Buchner. Der Erich sei „simply the best“ – gerade auch dann, wenn es um seine Aktentasche ging, sein Büro, sein Markenzeichen, das er verteidigt habe „wie ein Hund“. Und die er doch bitte nicht hergeben solle.

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