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Freisinger Volksfest 2022: Seniorentag sorgt für regen Andrang – Ex-Landrat lüftet Volksfestgeheimnis

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Prost auf einen gemütlichen Nachmittag: Die Senioren Siegfried Ostermeier sowie Erna und Max Trommeter ließen es sich am Montag gut gehen.
Prost auf einen gemütlichen Nachmittag: Die Senioren Siegfried Ostermeier sowie Erna und Max Trommeter ließen es sich am Montag gut gehen. © lehmann

Der Tag der Seniorinnen und Senioren auf dem Freisinger Volksfest 2022 war gut besucht. Die Gäste schwelgten gerne in Erinnerungen.

Freising – Was kann es eigentlich an einem sonnigen Volksfesttag Schöneres geben als ein halbes Hendl und eine frische Maß Bier? Auch heuer hat deshalb die Stadt Freising wieder zahlreiche Hendl- und Bier-Marken verschickt, um den Senioren der Domstadt einen schönen und zugleich leistbaren Volksfest-Tag zu ermöglichen. Bereits vor der Mittagszeit trudelten die ersten ein, gegen 14 Uhr war dann im Außenbereich des Bierzelts kaum noch ein freies Plätzchen zu finden.

5628 Bürger waren geladen

Der Volksfestreferent Anton Frankl rechnete nach und konnte dann die Zahlen ganz genau sagen: 5628 Freisinger Bürger ab dem vollendeten 70. Lebensjahr waren zum traditionellen Seniorentag des Freisinger Volksfests eingeladen worden. Einen ganz speziellen Lieferservice gab es zuvor für die Klosterschwestern von St. Klara, wie Frankl dem FT berichtete: „Das hat sich so eingebürgert, die bekommen von uns 20 halbe Hendl frei Haus!“

Im Zelt selbst konnten die Senioren dann bei den Getränken je nach Gusto wählen, ob nun Bier oder Limo, wie Festzeltwirtin Stefanie Tauscher erklärte. Ebenfalls möglich war es, Hendl und Getränke mit nach Hause zu nehmen. „Viele lassen sich auch das Essen von Verwandten abholen“, berichtete die Wirtin. „Das geht problemlos, da sind wir unkompliziert.“ Unkompliziert machte es auch die Freisinger Stadtkapelle, die ihr Programm den Gästen anpasste. „Heute spielen wir besonders schöne Polkas, die werden sehr gern von den Senioren gehört“, erklärte der Kapellen-Leiter Jürgen Wüst zwischen zwei „Prosits der Gemütlichkeit“.

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Gleich anstoßen mit ihrem Mann Max wollte dann auch Erna Trommeter. Beide leben im Heiliggeistspital Freising und freuten sich mit zahlreichen Mitbewohnern und Betreuern, dass das Volksfest heuer endlich wieder stattfinden kann. „Ich bin ja schon mit 14 Jahren mit dem Radl da her gefahren, da war aber freilich noch alles viel kleiner als heutzutage“, erzählte die 88-Jährige.

Eine ganze Maß? „I muaß ja no mit dem Rollator heimfahren“

Die Frage, ob sie eine ganze Maß Bier trinken wird, beantwortete sie diplomatisch: „Mal schauen, i muaß ja no mit dem Rollator heimfahren!“ Auch vor Ort: der ehemalige Landrat Josef Hauner, der zum ersten Mal die Senioren-Marken selbst in Anspruch nehmen konnte und das auch genutzt hat, um mit seiner Mutter Adelinde (97) eine Maß Bier und eine Brotzeit zu genießen.

Hauner war es auch, der nach langer FT-Recherche vor Ort das Geheimnis lüften konnte, wie lange es eigentlich den Seniorentag am Freisinger Volksfest schon gibt. „Das kann ich ganz genau sagen, nämlich seit 1979 – da war ich nämlich seit einem Jahr Stadtrat.“ Weil damals das 50-jährige Jubiläum des Volksfests gefeiert wurde, hatte sich die Stadt Freising sozusagen als Schmankerl für einen Seniorentag entschieden. „Eigentlich war es als einmalige Sache gedacht gewesen, aber das ist halt irgendwie geblieben – erfreulicherweise“, erinnerte sich Hauner.
Richard Lorenz

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