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Vom Stoff-SpongeBob bis zum Spielzeug-Frontlader: Mit vielen bunten Gewinnen warten (v. l.) Maria Lauscher, Steffi Kraus, Jakob Hofmeister, Johanna Eibl, Barbara Geiger, Till Drewes, Konrad Lenz und Elisabeth Lenz vom Glückshafen auf dem Freisinger Volksfest auf. Und das Beste: Sämtliche Erlöse kommen sozialen Zwecken zu Gute.

65 Jahre Glückshafen auf dem Volksfest

Das große Los gezogen

Freising - Ihn kennt wirklich jedes Kind, den Glückshafen des Bayerischen Roten Kreuzes. Auf vielen Volksfesten im Freistaat locken diese Buden mit der Aussicht auf einen Gewinn zum Loskauf. In der Luitpoldanlage baut das Freisinger BRK schon seit vielen Jahren seinen Stand auf. Genauer gesagt: seit 65 Jahren.

Wenn man zum Freisinger Volksfestplatz geht, sticht einem der Glückshafen sofort ins Auge. Menschen mit roten Sanitäterjacken und Bauchläden verkaufen Lose. Der Boden ist mit vielfarbigen Papierschnipseln übersäht. Die beiden roten Kreuze sind weithin sichtbar.

Wie alles begann: 1950 gastierte der BRK-Glückshafen erstmals auf dem Volksfest. Zu gewinnen gab’s damals übrigens noch Käse, Wurst oder Marmelade.

Schon seit 65 Jahren ist der Glückshafen des Bayerischen Roten Kreuzes eine echte Institution in der Luitpoldanlage. Bereits im Jahr 1950 konnten dort Volksfestbesucher das große Los ziehen. Betrieben wird die Losbude schon seit ihren Anfängen von ausschließlich ehrenamtlichen Helfern. Auch heute ist das nicht anders. Zu Spitzenzeiten verteilen rund 30 Mitarbeiter Lose und Gewinne an die Standbesucher.

Wer sich heute eines der vielen Lose kauft, der hofft, als Hauptgewinn ein überdimensional großes Plüschtier oder einen Modellbaukasten mit nach Hause zu nehmen. Im Jahr 1950 sah die Preisauswahl noch ein wenig anders aus: Es gab Käse, Wurst oder selbstgekochte Marmelade zu gewinnen. Falls Fortuna dem Volksfestbesucher wohlgesonnen war, konnte er auch Schnupftabak und Zigarren ergattern. Besonders viel Glück gehabt hat ein Volksfestgänger im Jahr 1951, der als Hauptgewinn zwei Kaffeemühlen einheimste. „Generell kamen die Gewinne in den Anfangsjahren von den Freisinger Läden und Firmen“, berichtet Johanna Eibl, ehrenamtliche Archivarin des BRK Freising. Damit war aber bald Schluss: In den 1960er Jahren stoppte die „arg geplagte Freisinger Geschäftswelt“ ihre Spenden. Seitdem kauft der Freisinger Glückshafen die Gewinne und Trostpreise im Großhandel.

Ein beliebter Anlegeplatz für alle, die auf die Gunst Fortunas hoffen, ist der Glückshafen des Roten Kreuzes. Dieses Foto stammt aus dem Jahr 1974.

Genauso wie die Gewinne haben sich aber auch die Lospreise über die Zeit gewandelt: In den 50er Jahren kostete ein Los 20 Pfennige, heute kann man mit 40 Cent sein Glück probieren. Die Gewinnlose sind nach dem bayerischen Lotteriegesetz verteilt. Die Chancen, überhaupt etwas zu gewinnen, stehen bei eins zu fünf. Aber: Sämtliche Erlöse kommen natürlich karitativen Zwecken zu Gute. Da lohnt es sich auch, ein oder zwei Lose mehr zu kaufen.

Vinzenz Neumaier

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