OB Eschenbacher trifft Eilentscheidung 

Zufahrtssperre und Hubschrauberlandeplatz: Maximale Sicherheit am Volksfest

Freising - Die Terroranschläge der jüngsten Vergangenheit haben Auswirkungen auf das Freisinger Volksfest. Man ergreift Maßnahmen, um größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten.

„Um dem erhöhten Sicherheitsbedürfnis beim Freisinger Volksfest Rechnung zu tragen“, wie es Hauptamtsleiter Rupert Widmann formulierte, hat Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher kürzlich per Eilentscheidung 30 000 Euro an überplanmäßigen Mitteln bewilligt. Das wurde nun gestern im Finanzausschuss bekanntgegeben. 

Der Hintergrund dieser Entscheidung ist klar: Die Attentate und Anschläge der vergangenen Monate haben dazu geführt, dass bei größeren Veranstaltungen wie eben Volksfesten stärkere Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden als bisher. In Absprache mit der Polizei und den Rettungskräften werden deshalb nun auf dem Volksfest (vom 2. bis 11. September) die Security-Kräfte wesentlich verstärkt, werden die fußläufigen Zugänge zur Luitpoldanlage stärker kontrolliert, wird die Nachtüberwachung des Festgeländes verstärkt und wird ein Hubschrauberlandeplatz vorgesehen. Und auch die Zufahrten werden anders kontrolliert und gesichert als in der Vergangenheit. 

Ein praktisches Beispiel dafür nannte Robert Zellner, Leiter des Sozialamtes: Man werde „unten“ an der Luitpoldhalle einen großen Stein auf der Straße platzieren und „ein Fahrzeug querstellen“, um so einen Vorfall wie in Nizza, als ein Lkw durch die Menschenmenge raste, zu verhindern. Anders ausgedrückt: Ab 13 Uhr darf niemand mehr das Volksfestgelände befahren – ausgenommen der Festwirt, der Weinhallenwirt und die Firma Schweller. Grünen-Stadträtin Birgit Mooser-Niefanger hakte nach: Ob man sich das beim Freisinger Volksfest so vorzustellen habe wie jetzt auf dem Gäuboden-Fest in Straubing. Dort seien Polizeibeamte auch an den Eingängen zu den Bierzelten postiert gewesen – und zwar „voll bewaffnet“, so Mooser-Niefanger. Dass die Polizei ihre Kräfte gegenüber früheren Jahren aufstocken werde, gab Zellner zu. Wörtlich: „Die Polizei hat uns bestätigt, dass sie in ausreichender Stärke präsent sein wird – und dass man sie auch sehen wird.“ Rosemarie Eberhard (Grüne) zeigte sich erstaunt – erstaunt darüber, dass dieses größere und stärkere Sicherheitspaket „nicht teurer gewesen ist". 

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