Dirndl, Lederhosen, Uniformen:

Großer Volksfestumzug zum Feuerwehr-Jubiläum

Freising - Erst marschieren, dann stehen, dann sitzen, dann wieder marschieren. Sieben Musikkapellen hatten gestern einen anstrengenden Tag. Doch der Jubel beim großen Festumzug zum Volksfest war die Strapazen allemal wert.

150 Jahre Feuerwehr Freising (und 50 Jahre Spielmannszug der FFW) haben der Domstadt gestern ein großes Spektakel beschert: Über 70 Gruppen zogen einmal rund um und durch die Altstadt und bildeten einen Festumzug, wie ihn Freising bisher nur ganz selten erlebt haben dürfte: Vom Ochsen bis zur „Liesl“, vom Schlüter-Traktor bis zum roten Monstertruck der Flughafen-Feuerwehr war alles dabei - inklusive Polizei vorneweg und Kehrmaschine hinterher.

Die sieben Musikkapellen aus Nah und Fern, die die verschiedenen Abteilungen des langen Zuges anführten, waren schon am Vormittag in Aktion: Nach einem Sternmarsch aus allen Himmelsrichtungen traf man sich auf dem Marienplatz zum Standkonzert. Ein Muss für die Freunde der Blasmusik, die auch alles geboten bekamen - von „Preußens Gloria“ bis zur Bayernhymne, vom Kärtner Liedermarsch bis zum Freisinger Feuerwehrmarsch.

Nach einer Pause im Festzelt traf man sich ab 13 Uhr auf der Hochtrasse der Isarstraße, wo der Zug seine Aufstellung nahm. Um 14 Uhr setzten sich dann die rund 1000 Teilnehmer in Bewegung. Rot war selbstbverständlich die beherrschende Farbe, prächtige Fahnen, Dirndl, Lederhosen, vor allem aber Feuerwehruniformen prägten das Bild - aktuelle und moderne, aber auch historische und ausländische. So waren die Kameraden aus Innichen in braune Jacken gehüllt, die Floriansjünger aus dem französischen Arpajon fielen durch silbern blinkende und blitzende Helme auf.

Bilder vom Historischen Umzug

Die größte Aufmerksamkeit der vielen tausend Zuschauer, die am Wegesrand den Festumzug verfolgten, zogen freilich die historischen, teils sogar altertümlichen Gefährte auf sich, die die Feuerwehren aus dem Landkreis und aus dem Ausland mitgebracht hatten: Da durfte die alte Holzleiter und die „Liesl“ der Gastgeber aus der Domstadt nicht fehlen. Die Attachinger Wehr war mit ihrer handbetriebenen Löschpumpe ausgerückt, die von zwei Pferden gezogen wurde. Selbst anpacken musste die Werkfeuerwehr Weihenstephan - und zwar bei der Löschkarre LK 70. Die Kleidung und Ausstattung mit Äxten & Co. passten da ganz hervorragend dazu.

Zum dann doch bunten Festumzug wurde der Tag, weil nicht nur das Technische Hilfswerk mit seinen blauen Gefährten ebenso teilnahm wie andere Hilfsorganisationen, sondern weil auch viele Freisinger Vereine Abordnungen entsandt hatten: Da reichte die Palette vom TSV Jahn, aus dem heraus die Feuerwehr entstanden war, über viele Schützenvereine bis hin zu den Metzgerburschen und der Laienbühne Freising, die ihre Kostüme für das Stück „Das Wunder des heiligen Florian“ zum ersten Mal öffentlich ausführten. Und ohne Böllerschützen und König-Ludwig-Verein aus Attaching geht sowieso nichts.

Dass das ein optischer Genuss für die Zuschauer war, versteht sich von selbst. Ullrich Kachel moderierte den Festumzug, wusste allerhand zu berichten über die einzelnen Gruppen. Die waren dann allerdings froh, als sie sich am Ende des Fußmarsches im Festzelt erschöpft niederlassen konnten, um endlich auf einen großen Tag für Freising anstoßen zu können. (zz)

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