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Autoscooter: Treffpunkt für Kinder und Verliebte

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Alles im Griff hat Bruno Noli jun. aus Augsburg. Bahn und Scooter erneuert er laufend. Jüngste Anschaffung für sein Fahrgeschäft sind pink-farbene Mercedes-Chaisen. © Gleixner/mw

Freising - Mittelpunkt auf jedem Volksfest ist der Autoscooter. In Freising lässt die Familie Noli seit nun schon 40 Jahren die bunt bemalten Autos starten. Nach wie vor ist ihr Geschäft ein beliebter Treffpunkt für Kinder – und Verliebte.

Früher, so mit 13, 14 Jahren war ich immer im Autoscooter“, erzählt Jessica Noli: „Für mich war es ja kostenlos.“ Jetzt betrachtet sie das Ganze von dem Kassenwagen aus, in dem schon ihr Großvater Bruno Noli saß. Während ihr Vater, Bruno Noli jr., nachdem er in Freising aufgebaut hatte, seinen Naschstand in Augsburg betreut, übernimmt sie in der Domstadt die Leitung.

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Seit drei Generationen ist ihre Familie nun im Schaustellergewerbe aktiv. In den 50er Jahren fing ihr Großvater mit einer Schießbude und einem Kettenkarussell an. „Das hütet er jetzt noch wie seinen Augapfel“, sagt Jessica. Das Karussell sei sogar noch betriebsfähig, weil der 78-Jährige nicht mehr „auf die Reise“ gehe, bleibe auch das Kettenkarussell im Depot.

Der Schaustellerberuf führt die Nolis heute noch quer durch den Süden Deutschlands: In der Zeit von Ostern bis Oktober ziehen sie mit ihrem Autoscooter „Thunder Road“ quer durch Bayern und Baden-Württemberg. Im Winter sind die Nolis dann in ihrer Heimatstadt Augsburg auf dem Eislauf-Event „Winterland“ vertreten, wo sie die Eisbahn pflegen und mit zahlreichen Buden für den nötigen „Hüttenzauber“ sorgen.

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Besonders gerne aber kommt Jessica nach Freising. „Das ist ein sehr schönes Volksfest“, meint sie und sagt auch gleich, was ihr daran so gefällt: „Die Leute wie auch die Stadt sind hier sehr mit ihrem Volksfest verbunden.“

Ihr Beruf ist für Jessica Noli eine Herzensangelegenheit – eine andere Arbeit käme für sie nicht in Frage. Vor allem ihre Selbständigkeit gefalle ihr. Langeweile gibt’s nicht, immer ist was los. Apropos Herzensangelegenheit: Natürlich sei der Autoscooter nach wie vor ein klassischer „Flirtpunkt“. Dabei errechne sich der Flirtfaktor aus der Zahl der „Karambolagen“ des jeweiligen Romeos mit seiner Angebeteten: „Da hat sich im Vergleich zu früher nichts verändert“, lächelt Jessica.

Alles im Griff hat Bruno Noli jun. aus Augsburg. Bahn und Scooter erneuert er laufend. Jüngste Anschaffung für sein Fahrgeschäft sind pink-farbene Mercedes-Chaisen.

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Von Markus Winter

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