Sportliches auf dem Volksfest

Der Volksfestlauf: Kaiserwetter und Kaiserschmarrn

Freising - Seit mehr als drei Jahrzehnten ist es ein guter Brauch, dass sich Familien und Sportbegeisterte vor dem Besuch der Festwiese in der Freisinger Innenstadt einfinden – sei es als ambitionierte Läuferin oder Läufer oder als Fan am Streckenrand. Der internationale Freisinger Volksfestlauf lockte bei seiner 31. Auflage am vergangenen Samstag wieder viele in die Gute Stube der Domstadt.

Ein Freisinger Volksfest ohne den Lauf durch die Innenstadt ist eigentlich nicht mehr vorstellbar. Der gute Ruf zieht jedes Jahr nicht nur viele Hobbyläufer aus nah und fern an, sondern über die zehn Kilometer geht auch der eine oder andere Profi an den Start. Für die Ergebnisse klicken Sie hier.

Auch heuer waren wieder viele Gäste aus der Partnerstadt Waidhofen an der Ypps angereist, um entweder für beste Stimmung auf der Strecke oder am Straßenrand zu sorgen. Am Rathaus hatten die Waidhofener Läuferinnen einen großen Stand aufgebaut und verkauften dort einen schmackhaften Kaiserschmarrn, so dass die Läuferinnen und Läufer nach der Anstrengung Kohlenhydrate zu sich nehmen und das Glykogen-Depot wieder auffüllen konnten.

Ganz freiwillig hatten die Niederösterreicher den Kaiserschmarrn allerdings nicht zubereitet. Den Waidhofener Läuferinnen ist nämlich beim Volksfestlauf 2015 ein kleines Malheur passiert. Sie hatten sportlich kräftig abgeräumt und in der Teamwertung einen Pokal erhalten. Den vergaßen sie jedoch vor lauter Feierlaune im Bierzelt.

Thilo Kachel, Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr Freising, entdeckte per Zufall den Pott. „Da ich sowieso nach Waidhofen kurz nach dem Volksfest fuhr, nahm ich den Pokal mit“, so Kachel. Und die Auslöse war nun eben der Kaiserschmarrn-Stand beim Volksfestlauf 2016.

Der gute Nachgeschmack: Das Geld kommt dem Schüleraustausch zwischen den beiden Städten zugute, was besonders Günther Pöchhacker, den Obmann des Waidhofener Städtepartnerschaftsvereins, und auch Freisings OB Tobias Eschenbacher freut. Übrigens gewann das Frauenteam aus Waidhofen auch heuer wieder die Mannschaftswertung und damit einen Pokal, den die Läuferinnen diesmal aber mit nach Niederösterreich nahmen.

Tobias Eschenbacher verzichtete heuer erstmals auf einen Start beim Volkslauf über 6122 Meter. „Ich bin nicht fit genug“, räumte der Oberbürgermeister ein. „Außerdem ist für mich die Volksfestwoche sehr anstrengend.“ Er feuerte die Teilnehmer dafür vom Straßenrand an und sah beim Volkslauf über die 6122 Meter , wie der Freisinger Sebastian Nadler erneut einen souveränen Start-Ziel-Sieg feierte und den begehrten Pokal der Freisinger Bank entgegennehmen konnte. An seinen Streckenrekord (19:24) kam er nicht heran, aber die 20:31 können sich auch sehen lassen. Der Zweitplatzierte Franz Reingruber aus Waidhofen (21:59) lag deutlich hinter Nadler.

„Das war heuer ganz locker“, meinte Nadler kurz nach dem Zieleinlauf. „Seit dem Volkslauf in Kirchdorf plagt mich eine Muskelverletzung in der Wade, sodass ich nicht so viel trainieren konnte. So musste ich beim Volksfestlauf auch ein wenig das Tempo rausnehmen.“ Freilich spielt für Sebastian Nadler, dem ehemaligen Wettkampfläufer, das Siegen nur noch eine nebensächliche Rolle. Zwar absolviert er pro Woche zwischen 70 und 150 Trainingskilometer. „Wichtig ist für mich die schöne Atmosphäre bei solchen Läufen.“ Deshalb forderte er beim Interview mit Streckenmoderator Sebastian Wanzke alle auf, im nächsten Jahr wieder nach Freising zu kommen.

Die Frauenkonkurrenz und damit den Pokal der Freisinger Bank beim Volkslauf, gewann souverän die Münchnerin Claire Perrin (22:46) vor der Waidhofenerin Julia Mühlbachler (23:34). „Ich bin heuer das erste Mal in Freising mit dabei. Die Stimmung hier in Freising ist sehr gut. Die Strecke ist sehr anspruchsvoll. Ich bin nächstes Jahr wahrscheinlich wieder mit dabei, dann vielleicht über die zehn Kilometer“, strahlte Claire Perrin nach ihrem Sieg.

Beim Zehn-Kilometer-Straßenlauf hatte der ohne Verein startende Xedir Berka keinen Konkurrenten und gewann in starken 33:04 Minuten, vor dem Münchner Steffen Burkert (34:47) und Peter Strelow vom LC Freising (35:35). Die Frauenkonkurrenz entschieden Anne Wallebohr (39:13) und Kai-Louise Neugebauer (40:17) klar für sich.

Die beiden vom LC Freising waren überglücklich: „Wir haben nicht gedacht, dass es so gut läuft. Und man weiß man ja nie, welche starken Läuferinnen noch kurz vor dem Start nachmelden. Mit unseren Zeiten sind wir zufrieden.“

Zufrieden war auch Cheforganisator Sepp Huber vom LC Freising. „Ein besonders Lob geht heuer an die Stadt, die es am Samstagvormittag noch geschafft hat, die Baustelle in der Weizengasse und in Hauptstraße so weit zu räumen, dass wir den Lauf ordnungsgemäß durchführen konnten.“ Ein positives Fazit zog auch Sebastian Wanzke, Vorsitzender des Stadtverbands für Sport, der in gewohnt professioneller Manier zusammen mit Schauspieler Sebastian Nadler die Läufe moderierte.

„Es ist immer ein schöner Nachmittag, wenn sich in der Stadt Jung und Alt sowie viele Familien einfinden zu unserem Volksfestlauf.“ Für Wanzke sind vor allem die vier Kinder- und Jugendläufe der Höhepunkt des Nachmittags – und 2016 in besonderem Maße. „Vor 30 Jahren bin ich als Achtjähriger selber mitgelaufen, heuer sind meine beiden Kinder erstmals dabei. Das berührt einen emotional schon sehr.“

Und den kleinen Wanzkes, Franziska und Leo, hat das Laufen wie allen anderen Kindern auch riesig Spaß gemacht, nicht zuletzt deshalb, weil sie beim Zieleinlauf vom Hauptsponsor, der Freisinger Bank, ein Käppi und eine Medaille ausgehändigt bekamen. Und dank der Polizei der Freiwilligen Feuerwehr, das BRK und vielen anderen Helfern gab es wieder einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung.

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